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Umweltschutz

Vom 29.9 bis zum 9.10.2016 habe ich an einem Umweltprojekt in Reykjavik teilgenommen. Es war eine bereichernde Erfahrung, da ich aufgeschlossene Menschen kennenlernen durfte, die dasselbe Interesse für die Umwelt und deren Schutz haben und sich dafür engagieren wollen. Außerdem durfte ich mit ihnen die mitunter schönsten Seiten Islands besuchen.

Name:Leonie M.Alter:18 JahreEinsatzstelle:Environmentally aware and RIFFInhaltliche Ausrichtung:Umweltschutz

Ich war bereits einen Tag vor dem Projekt in Reykjavik, was ich nur weiterempfehlen kann, da ich mir so schon einen tollen ersten Eindruck von der Stadt machen konnte. Als ich am nächsten Tag am Treffpunkt (den man über Google Maps niemals hätte finden können) angekommen bin, waren fast alle anderen schon da: 18-27-Jährige aus Italien, Frankreich, Estland, Russland, Süd Korea und Taiwan. Alle waren gut gelaunt und natürlich neugierig darauf, was wir zusammen in den nächsten Tagen machen werden. Als unsere Teamleiterinnen aus Ungarn und Frankreich ankamen, sind wir direkt zur Unterkunft gefahren. Es  war ein Haus mit einem Kombiraum aus Ess- und Wohnzimmer mit vier sehr gemütlichen Sofas und einer schmalen Küche am Ende des Raumes. Alles war sauber, im Kühlschrank war noch etwas Essen und die heimische Atmosphäre des Hauses hat allen Freiwilligen auf Anhieb gefallen. Es gab ein 2-er, 4-er, und 10-er Schlafzimmer, zwei Badezimmer mit jeweils einer Toilette, einem Waschbecken und einer Dusche (Das Wasser in Reykjavik riecht nach faulen Eiern. Komplett unschädlich, nur etwas gewöhnungsbedürftig).

 

Umweltschutz:

Wir haben direkt am ersten Abend damit begonnen uns mit dem Thema Umweltschutz zu beschäftigen, indem wir uns ein Video über den "Zero-Waste-Lifestyle" (Lebensstil ohne jegliche Produktion von Müll) angesehen und anschließend über die verschiedenen Mülltrennungsarten der bei uns vertretenen Länder geredet haben. In den darauffolgenden Tagen haben wir einen Freidhof besucht und dort erster Hand erfahren, was aus den Kränzen, die auf den Gräbern liegen wird, wenn sie nicht mehr schön aussehen und wie viel Arbeit hinter deren Entsorgung steckt.
Wir sind mit einem Einheimischen zu den Ergebnissen einer der letzten Projekte gefahren: Beim "Shitty-Projekt" haben Freiwillige große Mengen von Pferdeäpfeln auf Lavalandschaften verteilt um dort Gras säen zu können. Tatsächlich hat man einen großen Unterschied zwischen den schwarzen Lava- und begrünten Landflächen gesehen.
Wir waren außerdem bei der Wasserversorgung Islands, die geothermisch ("mit der Bodenwärme") das Wasser beheizt und damit fast die gesamte Insel versorgt.
Einer der letzten Ausflüge ging zur lokalen Müllentsorgung. Erst hörten einen Vortrag über den Müllentsorgungsvorgang, anschließend sind wir durch die weniger wohlriechende Müllsammelstelle gefahren und haben einen aufschlussreichen Einblick in Reykjaviks Müll bekommen

Freizeit:

Am ersten Tag gab es eine Foto-Rallye um Reykjavik und auch die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Wir haben einen Zettel mit Dingen, die wir fotografieren sollen und 2 Stunden Zeit bekommen um durch die Stadt zu gehen. Abends haben wir uns gemeinsam die Ergebnisse angesehen. Die nächsten beiden Tage haben wir Freiwilligen uns Autos gemietet und die atemberaubende Südküste Islands (Wasserfälle, Geysire, Nationalpark, schwarzer Strand,…) erkundet. Die freien Nachmittage und Abende konnten wir uns selbst gestalten und sie sahen immer anders aus. Entweder Schwimmen im lokalen Bad, Gitarre, Bongos oder Karten spielen, in Cafés, Pubs, oder Clubs gehen, am letzten Abend haben wir vom Zaun aus das WM-Qualifikationsspiel angesehen und den Kampflauten der Einheimischen gelauscht. Mit etwas Glück konnte man Abends Nordlichter sehen. Außerdem war zur selben Zei das Filmfestival RIFF, bis auf eine Vorstellung haben wir diese Möglichkeit nicht ganz wahrgenommen.

Mein persönliches Highlight: "Hot-River-Hike"

Dieser Tag war für die meisten das Highlight schlechthin. Wir sind ca. eine Stunde mit dem Auto gefahren und kamen an einer wundersschönen Landschaft an. Dort sind wir dann auf einem Weg, der durch ein  Hügel und an einer Stelle dirket durch den nach faulen Eiern riechenden Geysirdampf gewandert, der uns zu einem der erlebenswertesten Plätze brachte: einen von Natur aus beheiztem Fluss. Es kommt noch besser: Man kann de Temperatur selbst regulieren indem man einfach näher oder weiter weg von der Quelle schwimmt. Eine Stelle, in die man nicht direkt zu Anfang kann, ohne zu verbrennen ist nach einer Eingewöhnungsphase besser als jede Sauna. Die Abkühlung, die wir an der Stelle hätten gebrauchen können, kam leider erst auf dem Rückweg: Sehr, sehr starker Regen. Wir waren jedoch vorbereitet, denn in Island heißt es: "If you don't like the weather, wait for 5 minutes."

Fazit:

Es war eine einmalige und wertvolle Erfahrung. Durch das Projekt habe ich, nicht nur auf eine komplett neue Weise etwas über ein Land erfahren, sondern auch über Kulturen, Gerichte, Spiele und Musik aus aller Welt. Außerdem habe ich neue Freunde gefunden, mit denen ich hoffentlich noch länger in Kontakt bleiben werde. An dieser Stelle nochmal ein großes Danke an ijgd, die,  durch eine tolle Organisation und  sehr hilfsbereite, freundliche Mitarbeiter, dieses Projekt für mich möglich gemacht haben.

 

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