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Pizza und Pasta

Hallo ihr Lieben, ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und dachte mir, dass das eine gute Möglichkeit ist irgendwo hin zu reisen. Aber anstelle eines typischen Strand- und Badeurlaub, sollte es diesmal etwas Ausgefalleneres werden und genau sowas hat mich bei meinem Workcamp in San Salvo in Italien erwartet... 

Name:Daniela M.Alter:17Einsatzstelle:San Salvo, ItalienInhaltliche Ausrichtung:Festival

Meine lange Reise nach Italien...

Am 08.07.2015 ging es los: Ich habe von München aus einen Flug nach Rom genommen. Von dort aus folgte eine fünfstündige Busfahrt. In San Salvo angekommen, wurde ich von meiner Gastfamilie herzlich begrüßt. Hilda und Antonio waren wirklich super nett und ich habe mich von Anhieb gut mit ihnen verstanden. Gleich am nächsten Tag habe ich dann den Rest der Gruppe kennengelernt. Neun Freiwillige aus sechs unterschiedlichen Nationen. Russland, Italien, Frankreich, Türkei, Taiwan und Deutschland.

Wenig Arbeit- viel Freizeit ;)

Unsere Arbeit bestand hauptsächlich darin, die Kinder aus der Musikschule, die Teil des Festivals "Music is calling" waren , mit Essen zu versorgen. Direkt mitgekocht haben wir nie, aber verteilt und abgeräumt. Die Arbeit war im Grunde sehr schnell getan und so hatten wir den Morgen über, nachmittags und abends immer Freiraum unsere Zeit selbst zu verplanen. Meist haben wir gemeinsam etwas in der Gruppe unternommen: Wir waren in der nahegelegenen Stadt Vasto, haben am Strand übernachtet, auf Beachpartys getanzt oder Märkte leer gekauft. Etwa nach einer Woche haben wir ein kleines 350 Einwohner Dorf namens Monte Mitro  besucht, dort haben wir ein ganzes Wochenende verbracht und in einer Schule geschlafen. Es war ein wirklich super schöner Ort! Ganz nach dem Sprichwort klein, aber Oho. So hatten wir sogar die Möglichkeit Pasta selber zu machen und Omlett aus frischen Eiern zu kochen. Ich muss wirklich sagen, dass mir die Leute an Herz gewachsen sind.

Interkulturelle Verständigung...

Es war lustig sich auf Englisch zu unterhalten, Dinge zu verstehen oder auch falsch zu verstehen, die andere Kultur kennenzulernen und vor allem den Menschen selbst. Italien wäre nicht Italien, wenn es dort keine Pizza und Pasta gäbe und so wurden wir fast täglich mit reichlich Kohlenhydraten versorgt. Der Taiwaner hatte noch nie zuvor mit Gabel und Messer gegessen und dementsprechend amüsant war es, ihm bei seinen Bemühungen zuzusehen.

Unsere kleine Familie...

Wisst ihr, ich finde so eine Reise steht und fällt mit den Leuten und ich kann sagen, ich hatte wirklich Glück! Am Ende waren wir fast wie eine kleine Familie und es fiel mir schwer Abschied zu nehmen. Ich habe tolle Charaktere kennenlernen dürfen und eine ganze Menge Sachen erlebt, die ich daheim nicht hätte machen können. An einem Abend konnten wir in Vasto Marina sogar Laternen steigen lassen. Einmal haben wir an einem Matschhaus in Palmoli gebaut und ein anderes Mal wurde ich regelrecht gezwungen mit einigen Rentnern einen Traditionstanz aufzuführen. Da springt man von einem Bein aufs andere und haut dann seine Schultern aneinander. Also wenn ihr Schulterpolster habt immer her damit, es klingt harmloser als es ist... Das alles hört sich vielleicht nicht nach einem typischen Urlaub an und glaubt mir, das war es auch nicht, aber es war in jedem Fall eine unglaubliche, lustige Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde.

Vorurteile über Italiener?!...

Ach und noch etwas: Die Italiener sind nicht umsonst für ihre Unpünklichkeit bekannt... Ganze 15 Stunden habe ich in den 2 Wochen mit Warten verbracht :D Also stellt euch darauf ein oder kommt gleich immer prinzipiell eine halbe Stunde zu spät.

PS: Für die Packliste: Lasst Pullis und lange Hose zu Hause. Tagsüber war es immer an die 40 Grad und in der Nacht ist es nie stark abgekühlt.  

 

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