Zum Inhalt springen

Ören / Mugla 2010

Nachdem ich bereits 2008 an einem Workcamp in den USA teilgenommen hatte, entschied ich mich, dieses Mal in ein Camp in der Türkei zu fahren. Dieses fand in Ören, in der Nähe von Bodrum, an der Türkischen Ägäis statt.

Name:Fabian WolfsdorfAlter:20 JahreEinsatzstelle:Ören / Mugla 2010Inhaltliche Ausrichtung:Manual Work

Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer. Ich flog von München nach Izmir. Von dort musste ich dann erstmal an den Busbahnhof fahren und dann mit einem Reisebus fast 3 Stunden bis nach Milas fahren. Von dort aus ging es dann nochmal in eineinhalb Stunden mit einem kleinen Bus nach Ören, wo ich spät Abends eintraf. Die Anreise war echt eine Herausforderung für mich. Fast niemand sprach Englisch oder Deutsch und ich spreche kein Türkisch. So war es oft nicht einfach sich zu verständigen, wo man denn jetzt gerne hin fahren möchte oder raus gelassen werden möchte.

 

Alltag im Camp

Nach meiner Ankunft lernte ich dann die anderen Campteilnehmer kennen. Wir waren eine Gruppe von etwas 15 Leuten aus der Ukraine, der Tschechischen Republik, Frankreich, Spanien, der Türkei, Südkorea und Japan. Ich war der einzige Deutsche, was mich aber auch nicht gestört hat, da ich so eigentlich ständig Englisch sprechen musste und so mein Englisch verbessern konnte.

Ein typischer Camptag sah so aus: Um 7 sind wir aufgestanden und zum Strand gelaufen, wo uns schon das Frühstück erwartete. Danach ging es für etwa 3 Stunden zum Arbeiten, dann gabs Mittagessen. Am Nachmittag lagen wir dann oft am Strand oder besuchten verschiedene Orte, wie zum Beispiel 2 Moscheen oder wir fuhren auf einen Berg. So gegen 5 gings dann nochmal für etwa eine Stunde zum Arbeiten. Die Arbeit wurde in 2 Teile geteilt, da es sonst einfach viel zu anstrengend gewesen wäre. Es herrschten jeden Tag Temperaturen um die 40 °C und so war es angenehmer erst wieder nach der Mittagshitze zu arbeiten. Am Abend gingen wir dann häufig in Strandbars oder in Bars mit traditioneller türkischer Musik oder wir setzten uns einfach an den Strand.

Arbeit und Ausflüge

Die Arbeit war sehr abwechslungsreich. Zuerst arbeiteten wir in einer Schule. Wir entfernten im Garten unnötige Pflanzen und Gestrüpp. Außerdem reinigten wir einige Klassenräume. Am Strand und in vielen Straßen des Ortes sammelten wir Müll ein, was zwar eine etwas dreckige Arbeit war, aber die Bewohner waren uns sehr dankbar und luden uns sehr oft auf ein Wasser ein. An anderen Tagen strichen wir ein kleines Stadion oder säuberten eine Unterkunft für Fußballspieler.

An den Wochenenden machten wir zum Beispiel einen Bootsausflug mit Besuch auf der Kleopatra-Insel im Golf von Gökova. Die traumhaften Temperaturen, das blaue, erfrischende Wasser und die Stimmung in der Gruppe waren einfach toll! An einem anderen Tag gings in die Stadt Bodrum. Dort gingen wir an den Strand, besuchten die Stadt und Abends gings dann noch in eine Disco.

Nach 2 Wochen Workcamp gings dann leider auch schon wieder heim. Ich kann dieses Camp aber wirklich jedem nur empfehlen!

 

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.