Freiwilliges Ökologisches Jahr/Ökologischer Bundesfreiwilligendienst

Klimaretter*innen und Bio-Gärtner*innen gesucht! Werde aktiv für Natur, Umwelt und Klima! Im FÖJ und ÖBFD erlebst du ökologischen Alltag und gestaltest nachhaltigen Wandel mit. Im Fokus steht unsere Erde als Lebensraum für alle Lebewesen. Du arbeitest zum Beispiel auf Biohöfen, in Bildungseinrichtungen oder Umweltschutzorganisationen.

Das FÖJ und der ÖBFD sind ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Du kannst dich in diversen Bereichen beruflich erproben und Erfahrungen sammeln, die dich persönlich weiterbringen. Du erhältst ein qualifiziertes Zeugnis. Das FÖJ und der ÖBFD werden meistens als Wartesemester bei der Vergabe von Studienplätzen und als Vorpraktikum für Ausbildungen im Umweltbereich anerkannt.

Auch Menschen, über 27 Jahren können mit uns einen Ökologischen Bundesfreiwilligendienst machen. Infos dazu gibt es hier.

Einsatzbereiche

Mögliche Wirkungsfelder sind:

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Projekte,
  • Umwelt-/Klimapolitik und Öffentlichkeitsarbeit,
  • ökologisches Bauen und technischer Umwelt- und Klimaschutz,
  • ökologische und solidarische Landwirtschaft und Tierhaltung,
  • Landschaftspflege und Forstwirtschaft,
  • Artenerfassung und -kartierung,
  • Tierschutz.

Zu den anerkannten Einsatzstellen zählen Umweltverbände, Biohöfe, Bildungszentren, Waldkindergärten, Naturschutzstationen und Fahrradwerkstätten. Neben der Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitsbereichen deiner Einsatzstelle hast du die Möglichkeit, eigene Ideen und Projekte umzusetzen.

Rahmenbedingungen

Wo:
Wir bieten das FÖJ in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt an. Einen ÖBFD kannst du in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein machen.

Wann:
Das FÖJ beginnt in der Regel am 1. September eines jeden Jahres und endet am 31. August des Folgejahres. Den ÖBFD kannst du aber das ganze Jahr beginnen.

Dauer:
FÖJ/ÖBFD dauern in der Regel zwölf Monate und können bis 18 Monate verlängert werden. Wenn du während deines Freiwilligendienstes einen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommst, kannst du deinen Platz kündigen.

Alter:
Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Menschen über 27 Jahre finden hier weitere Infos.

Einsatzstellen:
Einsatzstellen in den verschiedenen Bundesländern findest du unter Bewerbung & Kontakt.

Arbeitszeiten:
Deine Arbeitszeit orientiert sich an denen der vollbeschäftigten Mitarbeiter*innen der jeweiligen Einsatzstelle, normalerweise also 39/40 Stunden/Woche.

Entgelt:
Du erhältst ein Taschengeld und Zuschuss zu Verpflegung und Unterkunft. Bis zum 25. Lebensjahr bleibt der Anspruch auf Kindergeld erhalten.

Urlaub:
Bei einem zwölfmonatigen Freiwilligendienst stehen dir mindestens 26 Urlaubstage zu.

Unterkunft und Verpflegung:
Es gibt einige Einsatzstellen, die dir eine Unterkunft stellen können. Dies ist allerdings ein freiwilliges Angebot der Einsatzstellen.

Fahrtkosten:
Fahrtkosten für den Weg zum Einsatzort werden dir nicht zurückerstattet. Ausschließlich die Hin- und Rückfahrten zu den Seminaren werden finanziert. Es gibt aber in einigen Verkehrsverbünden die Möglichkeit, unter Vorlage des Freiwilligenausweises vergünstigte Monatskarten zu erhalten. In Sachsen-Anhalt erstattet dir die Einsatzstelle die Bahncard 50. In Brandenburg kannst du ein Azubi-Jahresabo erwerben.

Versicherung:
FÖJ und ÖBFD sind sozialversicherungspflichtige Verhältnisse, das heißt, du bist komplett kranken-/pflege-/renten- und unfallversichert, musst dafür als Freiwillige*r aber nichts zahlen. Nach zwölf Monaten ergibt sich außerdem ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

Wir begleiten dich bei deinem Freiwilligendienst! Die individuelle Betreuung erfolgt bereits im Vorfeld durch ausführliche Information und Beratung bei der Entscheidung während des Bewerbungsverfahrens, telefonisch oder vor Ort in unseren Geschäftsstellen und Regionalbüros. Auch während deines Dienstes sind wir an deiner Seite und für dich telefonisch erreichbar, außerdem besuchen wir dich in deiner Einsatzstelle.

Ein wichtiger Bestandteil und Herzstück unseres Engagements sind 25 Seminartage in einem Jahr. Das bedeutet konkret, dass du fünf Mal für fünf Tage in einer festen Gruppe an einem Seminar teilnimmst. Du lernst dort neue Leute kennen, kannst dich mit andere Freiwilligen austauschen und bekommst wertvolle Tipps für den Alltag in der Einsatzstelle.
Mit den Seminaren unterstützen wir dich und dein ökologisches Engagement. Wir bearbeiten Fragen und Themen, die dich beschäftigen. Welchen Beruf soll ich einmal ausüben? Wie kann ich verantwortungsbewusst und ökologisch konsumieren? Für uns sind

  • ökologisches Lernen
  • Freiwilligkeit
  • Selbstorganisation
  • soziales Lernen
  • interkulturelles Lernen
  • Geschlechtergerechtigkeit
  • Antirassismus/Antidiskriminierung
  • politische Bildung

besonders wichtig. Du wirst diesen Themen während des Freiwilligendienstes immer wieder begegnen und viel Neues für dich entdecken können.

Voraussetzungen:
Für das FÖJ musst du deine Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und darfst dein 27. Lebensjahr noch nicht beendet haben. Weitere Zugangsbedingungen gibt es nicht. Natürlich gehen wir davon aus, dass du dich für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz interessierst und dich in diesem Bereich besonders engagieren möchtest.

Der ÖBFD ist altersoffen. Ab 16 Jahren kannst du dich bewerben.

Fristen:
Bitte berücksichtige, dass ein FÖJ/ÖBFD meist zwischen August und September eines jeden Jahres startet. Andere Starttermine müssen mit uns abgesprochen werden. Je früher du dich bewirbst, desto sicherer findest du deine "Traumstelle". Eine generelle Bewerbungsfrist gibt es nicht, aber wenn alle Plätze besetzt sind, können wir dich nicht mehr vermitteln.

Einen ÖBFD für über 27-jährige kannst du jederzeit im Jahr starten. Weitere Infos dazu findest du hier.

Vorpraktikum:
FÖJ/ÖBFD werden häufig als Wartesemester bei der Vergabe von Studienplätzen durch die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) und häufig als Vorpraktikum für Ausbildungen im Umweltbereich anerkannt.

Kompetenzen:
Du kannst vielfältige Erfahrungen im ökologischen und persönlichen Bereich sammeln. Dabei wirst du durch deine Einsatzstelle und die ijgd unterstützt und beraten. In den begleitenden Seminaren untermauerst du deine praktischen Erfahrungen und tauschst dich mit den anderen Freiwilligen aus.

Bewerbung & Kontakt

Aktiv für Natur, Umwelt und Klima!

Infos für FÖJ-Einsatzstellen

Das FÖJ begann 1987 als Modellprojekt in Niedersachsen. Aufgrund der guten Erfahrungen und des großen Interesses bei jungen Menschen folgten weitere Bundesländer. Seit 1991 führen die ijgd es in Sachsen-Anhalt und Brandenburg durch.Das FÖJ wird als Bildungsprogramm vom Bund, den Ländern und der EU gefördert, besteht aus zwölf Monaten praktischem Einsatz in einer Einsatzstelle sowie fünf einwöchigen Seminaren, die von den ijgd durchgeführt werden. Das FÖJ beginnt in der Regel am 1. September jeden Jahres und endet am 31. August des Folgejahres.

Die Freiwilligen im FÖJ

  • gewinnen einen praktischen Einblick in die alltägliche, umweltbezogene Arbeitswelt,
  • lernen Möglichkeiten zum Engagement für das Gemeinwohl kennen,
  • schulen ihr ökologisches Bewusstsein,
  • sammeln Erfahrungen, die Ihnen die Möglichkeit geben, die gewohnten Lebensvorstellungen zu überdenken und ihr Leben auf eigene Füße zu stellen,
  • haben die Chance zur beruflichen Orientierung,
  • erlangen Kenntnisse, die ein sachliches Diskutieren von Fragen des Natur- und Umweltschutzes ermöglichen.

Kosten und Finanzierung
Einsatzstellen im FÖJ haben eine Verwaltungspauschale an die ijgd zu entrichten. Diese beträgt 90;- Euro pro Monat/Freiwillige*r. In Sachsen-Anhalt übernehmen die Einsatzstellen einmalig die Bahncard 50 als Fahrtkostenzuschuss.

Die Einsatzstellen stellen den Versicherungsschutz bei der Berufsgenossenschaft und der Berufshaftpflicht sicher.

Die Kosten der FÖJler*innen (Taschengeld, Verpflegung und Unterkunft sowie beide Anteile der Sozialversicherung) werden von den ijgd übernommen und setzen sich aus Fördermitteln des Bundes, des Landes sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF) zusammen.

Die pädagogische Begleitung durch Mitarbeiter*innen der ijgd wird durch Mittel des Bundes, des Landes und durch den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Förderer

Das FÖJ wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfond (ESF).

In Brandenburg wird das FÖJ zusätzlich gefördert aus Mitteln des Landes Brandenburg.