Freiwilliges Soziales Jahr & Bundesfreiwilligendienst

Die Schule ist bald zu Ende und du überlegst, wie es weitergehen soll? Vielleicht möchtest du dich beruflich orientieren oder hast noch gar keine richtige Vorstellung? Oder du möchtest vor einem Studium bzw. einer Ausbildung etwas Praxisluft schnuppern und dich für Menschen engagieren? Dann ist das Freiwillige Soziale Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst genau das Richtige für dich!

Das FSJ und der BFD bieten jungen Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren einen Einblick in soziale und pflegerische Berufe. Unter Anleitung von Fachkräften kannst du dich erproben und feststellen, ob der soziale Bereich deinen Interessen entspricht. Beide Freiwilligendienste können für bestimmte Ausbildungen/Studiengänge als Vorpraktikum anerkannt werden.

Auf die Frage, was dir ein FSJ oder ein BFD eigentlich bringt, haben unsere Freiwilligen viele Antworten:

  • Du entwickelst deine Persönlichkeit weiter.
  • Du erlangst persönliche Unabhängigkeit.
  • Du kannst deinen Berufswunsch überprüfen.
  • Du lernst neue Leute kennen.
  • Du kannst mehr Selbstbewusstsein entwickeln.

Auch Menschen über 27 Jahre können mit uns einen Bundesfreiwilligendienst machen. Infos dazu gibt es hier.

Einsatzbereiche & Einsatzstellen

Unsere Büros vor Ort haben einen Überblick über zahlreiche anerkannte Einsatzstellen in deiner Wunschregion. Melde dich bei uns und wir finden gemeinsam passende Einsatzstellen für dich! Es ist auch möglich, dass sich Einrichtungen in deiner Nähe neu für die Freiwilligendienste anerkennen lassen.

Hier findest du einen Überblick über die vielfältigen Einsatzbereiche im FSJ und BFD, zum Beispiel in der Pflege, Betreuung, im erzieherischen oder soziokulturellen Bereich.

  • Altenwohn- und Pflegeheime
  • Einrichtungen der Psychiatrie
  • Einrichtungen für Suchtkranke
  • Krankenhäuser
  • Hospize
  • Mobile Soziale Dienste
  • Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen
  • Schulen für Kinder mit Behinderungen
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
  • Kindergärten und -tagesstätten
  • Schulen und Ganztagsbetreuung
  • offene Kinder- und Jugendarbeit
  • Kinder- und Jugendwohneinrichtungen
  • Wohnunterkünfte, z.B. für Wohnungslose oder Menschen mit Fluchtbezug
  • Bibliotheken
  • Jugend- & Kulturzentren
  • Mehrgenerationenhäuser
  • Familienzentren
  • Beratungsstellen, z.B. für queere Menschen

Rahmenbedingungen

Wo:
Wir bieten das FSJ und den BFD in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an.

Wann:
In der Regel beginnen beide Freiwilligendienste im Spätsommer/Herbst eines jeden Jahres. Ein Start ist auch zu anderen Zeitpunkten im Jahr möglich. Sprich uns einfach direkt an!

Dauer:
FSJ und BFD dauern in der Regel zwölf Monate, die Mindestdauer beträgt sechs Monate. Es ist auch möglich, den Freiwilligendienst frühzeitig zu beenden. Eine Verlängerung deines Freiwilligendienstes auf bis zu 18 Monate ist in vielen Fällen möglich.

Alter:
Junge Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren können ein FSJ oder einen BFD machen, wenn sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Der Bundesfreiwilligendienst ist auch für Personen möglich, die 27 Jahre oder älter sind. Hier findest du dazu weitere Infos.

Arbeitszeiten:
Deine Arbeitszeit orientiert sich an den in Vollzeit beschäftigten Mitarbeiter*innen in der Einsatzstelle, also in der Regel zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche. In manchen Einsatzstellen ist ein Einsatz am Wochenende oder in Schichtdiensten vorgesehen.

Entgelt:
Ein Freiwilligendienst ist kein reguläres Arbeitsverhältnis, du bekommst also keinen Lohn. Aber "freiwillig" heißt nicht, dass du kein Geld bekommst, sondern es gibt ein monatliches Taschengeld. Zudem zahlen die meisten Einsatzstellen einen Verpflegungskostenzuschuss. Auch ein Unterkunftszuschuss ist in einigen Bundesländern möglich. In der Regel bleibt zudem der Anspruch auf Kindergeld erhalten.

Urlaub:
Bei einem zwölfmonatigen Freiwilligendienst hast du einen Urlaubsanspruch von mindestens 26 Tagen pro Jahr. Je nach Dienstdauer und Alter wird der Urlaubsanspruch angepasst.

Unterkunft und Verpflegung:
Es gibt einige wenige Einsatzstellen, die dir eine Unterkunft stellen können. Dies ist allerdings ein freiwilliges Angebot der Einsatzstellen. 

Fahrtkosten:
Fahrtkosten für den Weg zum Einsatzort werden dir leider nicht erstattet. Ausschließlich die Hin- und Rückfahrten zu den Seminaren werden finanziert. Es gibt aber in vielen Verkehrsverbünden die Möglichkeit, unter Vorlage des FSJ-/BFD-Ausweises vergünstigte Monatskarten zu erhalten.

Versicherung:
Ein FSJ/BFD ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, das heißt, du bist währenddessen komplett kranken-/pflege-/renten- und unfallversichert, musst dafür als Freiwillige*r aber nichts zahlen. Nach zwölf Monaten FSJ/BFD ergibt sich außerdem ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

Wir begleiten dich bei deinem Freiwilligendienst! Das fängt mit dem Bewerbungsverfahren an, indem wir dich in unseren Geschäftsstellen und Regionalbüros vor Ort informieren und beraten. Während deines Dienstes sind wir an deiner Seite und für dich telefonisch erreichbar, außerdem besuchen wir dich in deiner Einsatzstelle.

Ein wichtiger Bestandteil und Herzstück eines Freiwilligendienstes sind die obligatorischen Seminar- und Bildungstage, die regelmäßig stattfinden und dein Engagement pädagogisch begleiten. Im FSJ und im BFD sind das 25 Bildungstage, die in der Regel als 5-tägige Seminarwochen in einer festen Gruppe stattfinden. Du lernst dort neue Leute kennen, kannst dich mit anderen Freiwilligen austauschen und vernetzen und bekommst wertvolle Tipps für die Arbeit in deiner Einsatzstelle.

Mit den Seminaren unterstützen wir dich und dein soziales Engagement. Wir bearbeiten Fragen und Themen, die dich beschäftigen. Welchen Beruf soll ich einmal ausüben? Wie gehe ich mit Konflikten im Kollegium oder in meiner Seminargruppe um? Wie kann ich verantwortungsbewusst und ökologisch leben? Für uns als Träger sind

  • ökologisches Lernen
  • Freiwilligkeit
  • Selbstorganisation
  • Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt
  • Antirassismus, Antidiskriminierung
  • soziales Lernen
  • politische Bildung
  • interkulturelles Lernen (Vielfalt als Normalität!)

besonders wichtig. Du wirst diesen Themen während des Freiwilligen Jahres immer wieder begegnen und viel Neues für dich entdecken können.

Voraussetzungen:
Schön, dass du Lust hast, dich im Bereich deiner Wahl sozial zu engagieren! Sonst gibt es eigentlich nur eine Voraussetzung: Du musst deine Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und darfst dein 27. Lebensjahr noch nicht beendet haben (Hier gehts zum BFD für über 27-Jährige).

Fristen:
In der Regel beginnen das FSJ und der BFD zwischen August und September. Andere Starttermine sind möglich, erkundige dich dafür bitte direkt in den zuständigen Büros. Eine generelle Bewerbungsfrist gibt es nicht – je früher du dich bei uns meldest, desto leichter findest du die Einsatzstelle, die am besten zu dir passt.

Vorpraktikum:
Ein Freiwilligendienst kann für deine späteren Bewerbungen für einen Studien- oder Ausbildungsplatz sehr nützlich sein. Er macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, sondern kann sich auch auf die Studienplatzchancen auswirken. Zudem wird das Jahr in den meisten Fällen als Vorpraktikum für ein Studium oder eine Ausbildung im sozialen Bereich angerechnet. Ob dies bei dir zutrifft, solltest du im Vorfeld abklären.

FSJ/BFD zur Erlangung der Fachhochschulreife:
Sollte dir zur Erlangung der Fachhochschulreife noch der praktische Teil fehlen, kannst du diesen in vielen Einsatzstellen mit einem zwölfmonatigen FSJ oder BFD nachträglich erlangen.

Soziale Kompetenzen:
Bringt mir der Freiwilligendienst im sozialen Bereich auch etwas, wenn ich danach nichts "Soziales" machen will? Das kommt darauf an, was du als "Gewinn" betrachtest: Es ist sehr wahrscheinlich, dass es zukünftige Arbeitgeber*innen zu schätzen wissen, wenn du ein Jahr zuverlässig einen Vollzeitjob gemacht und dich sozial engagiert hast.

Bewerbung & Kontakt

Für andere. Für dich.