weltwärts

Im Rahmen des weltwärts-Programms vermitteln wir dich in Einsatzstellen in Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Mit weltwärts leistest du keine „Hilfe", sondern einen Lerndienst, der dir interkulturellen Austausch, prägende Erfahrungen und Einblicke in entwicklungspolitische Zusammenhänge ermöglicht. 

weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, initiiert und gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Regionen

Wir entsenden im Rahmen des weltwärts-Programms in Projekte bzw. Einsatzstellen von unseren Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Nach Osteuropa finden aktuell leider keine Entsendungen statt. Die Teilnahme am weltwärts-Programm ist nur in anerkannten ijgd-Einsatzstellen möglich. Unsere Zielländer und Einsatzstellen findest du hier.

weltwärts – der richtige Freiwilligendienst für dich?

Das weltwärts-Programm ist ein Angebot für Menschen zwischen 18 und 28 Jahren. Übrigens können auch Berufstätige daran teilnehmen!

Wenn du :

  • interessiert an entwicklungspolitischen Themen bist,
  • Interesse an den Kulturen und Lebensverhältnissen in den Zielländern hast,
  • bereit bist, für rund zwölf Monate engagiert und tatkräftig in einem Projekt unserer Partnerorganisation mitzuarbeiten,
  • Interesse daran hast, dich vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt entwicklungspolitisch einzubringen,
  • über gute Grundkenntnisse der Landessprache im Gastland verfügst oder bereit bist, vor deiner Abreise und während deines Freiwilligendienstes intensiv die Sprache zu erlernen,
  • einen Haupt- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder vergleichbare Voraussetzungen hast,
  • und die deutsche Staatsbürgerschaft oder einen dauerhaften Aufenthaltstitel besitzt (mindestens drei Jahre Aufenthalt in Deutschland – polizeiliche Anmeldung ist bei Aufenthaltsrecht vorzulegen),

dann:

 

Geh "weltwärts"!

Rahmenbedingungen

  • Der Freiwilligendienst startet jedes Jahr im September.
  • Die Dauer des Freiwilligendienstes beträgt in der Regel zwölf Monate.
  • Du assistierst zwölf Monate lang in einer registrierten weltwärts-Einsatzstelle.
  • Eine ijgd-Partnerorganisation betreut und begleitet dich vor Ort.
  • Dir wird über die gesamte Zeit eine für lokale Gegebenheiten angemessene und kostenfreie Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung gestellt.
  • Im Rahmen des Freiwilligendienstes nimmst du an insgesamt mindestens 25 Seminartagen zur Vorbereitung, Zwischenauswertung und Nachbereitung teil. Diese finden zum Teil in Deutschland und zum Teil im Einsatzland statt.
  • Du hast Anspruch auf Urlaub. Dies wird mit der Partnerorganisation vor Ort geregelt (mindestens 20 Tage bei zwölf Freiwilligenmonaten).
  • Du verfasst Zwischenberichte sowie einen Abschlussbericht. Details zur Form der Berichte teilen wir dir vor der Abreise mit.
  • Wir erwarten von dir ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Dein Einsatz ist zugleich Bildungszeit und aktive Mitarbeit mit hoher Verbindlichkeit.
  • Bei Krisen und Notfällen stehen dir die Partnerorganisationen und die ijgd als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wir bereiten dich ausführlich auf deinen Freiwilligendienst vor. Vor deiner Ausreise führen wir in Deutschland ein Vorbereitungsseminar durch. Weitere Seminartage werden von der jeweiligen Partnerorganisation im Zielland durchgeführt. Nach deiner Rückkehr findet in Deutschland zudem ein Nachbereitungsseminar statt. Die Teilnahme an den Seminaren ist verpflichtend.

Insgesamt müssen mindestens 25 Seminartage nachgewiesen werden. Die Aufteilung der Seminare ist, je nach Region, unterschiedlich. Dazu erhältst du im Bewerbungsprozess alle nötigen Informationen.

Die Bedeutung der Vorbereitungsseminare wird insbesondere durch ehemalige Freiwillige immer wieder bestätigt. Die Seminare behandeln Themen wie Motivation und Erwartungen, (Trans)kulturelles Lernen, (Trans)kulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement – aber auch die Themen Nachhaltigkeit, Gender, Rassismus, Entwicklungszusammenarbeit und Kolonialismus. Die Seminare vermitteln dir ein Bild über die zu erwartenden Lebens- und Arbeitsbedingungen und machen deutlich, wie wichtig es ist, sich behutsam und mit Respekt Menschen in anderen Lebenslagen zu öffnen, um an deren Leben teilhaben zu können. Sie bieten dir Raum, um dich mit entwicklungspolitischen Fragestellungen zu beschäftigen. Die Seminare werden von ehemaligen Freiwilligen geleitet, wodurch du einen unmittelbaren Einblick in das Programm erhältst. Die Teilnahme am Vorbereitungsseminar ist Voraussetzung für die Entsendung.

Das Nachbereitungsseminar nach deiner Rückkehr dient der Reflexion des Erlebten, dem Erfahrungsaustausch mit anderen Freiwilligen sowie der Information über Möglichkeiten für weiteres Engagement im Bereich der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit. Nach Teilnahme am Nachbereitungsseminar und der Zusendung des Abschlussberichts erhältst du ein Teilnahmezertifikat.

Nach dem Vorbereitungsseminar wird eine Vereinbarung zwischen den ijgd und dir alsTeilnehmer*in abgeschlossen. Die Vereinbarung regelt die Aufgaben, Rechte und Pflichten aller Beteiligten.

Bis zur Ausreise stehen eine Vielzahl von Aufgaben an, bei denen wir Hilfestellung leisten und die während der Vorbereitungsseminare thematisiert werden. Dazu gehören:

  • Visumsantrag: Informationen zur Prozedur und zum Zeitpunkt der Antragstellung gibt es auf den Vorbereitungsseminaren.
  • Impfungen: Für jedes Land sind Impfempfehlungen bzw. -vorschriften (auch für die Malariaprophylaxe) zu beachten. Weitere Informationen dazu gibt es auf den Vorbereitungsseminaren. Wir empfehlen eine individuelle Impfberatung beim Tropeninstitut oder bei Tropenmediziner*innen/Reisemediziner*innen.
  • Sprache: Deine vorhandenen Sprachkenntnisse solltest du bis zur Ausreise auffrischen. Denn nur mit einer guten sprachlichen Grundlage wird die Zeit in einem anderssprachigen Land eine erfolgreiche Zeit. Das Erlernen von Grundkenntnissen der Landessprache/lokalen Sprache ist unbedingt empfohlen.
  • Förderkreis: Der Aufbau eines Förderkreises ist ausdrücklich erwünscht. Weitere Informationen findest du unter "Finanzielles".

Was kostet weltwärts?
Die Teilnahme an weltwärts ist für dich größtenteils kostenfrei. Das Programm wird unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit der Teilnahme am weltwärts-Programm sind ein Großteil der Kosten abgedeckt:

  • die pädagogische Betreuung und Begleitung,
  • die Teilnahme an 25 Seminartagen (Unterkunft und Verpflegung, Materialien und An-/Abreise anteilig),
  • die Gesundheitsvorsorge sowie Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung,
  • An- und Abreise zum Einsatzland,
  • eine für lokale Gegebenheiten angemessene und kostenfreie Unterkunft,
  • lokale Fahrtkosten zur Einsatzstelle,
  • die Unterstützung des Projektpartners,
  • 100 Euro Taschengeld pro Einsatzmonat.

Das erwarten wir von dir:

  • die Übernahme der Visumskosten, Beantragung und Ausstellung von Aufenthaltsgenehmigungen,
  • den Aufbau eines Förderkreises mit dem Spendenziel von 2880 bis 3000 Euro, je nach Einsatzland.

Förderkreise
Um uns als Verein finanziell zu unterstützen, das Programm durchzuführen, brauchen wir deine Hilfe. Du supportest das Programm durch deinen Förderkreis. Das Spendenziel ist, je nach Einsatzland, 2880 bis 3000 Euro. Du solltest schon während der Vorbereitungsphase versuchen, Spenden für die weltwärts-Programmdurchführung zu akquirieren, zum Beispiel durch Informationsveranstaltungen, dem Verfassen von Spendenaufrufen, Blogbeiträgen etc. Mit unserer Unterstützung wirbst du bei Freund*innen, Bekannten und Verwandten oder auch in Schulen, öffentlichen Institutionen, bei Stiftungen und Unternehmen um Spenden. Üblich ist zudem, dass sich der*die Teilnehmer*in verpflichtet, die Förder*innen in regelmäßigen Rundbriefe/Blogs über den Verlauf des Freiwilligendienstes zu informieren. Die Rundbriefe/Blogs fördern zum einen ein breiteres Bewusstsein über die Einsatzländer, zum anderen regen sie den*die Teilnehmer*in regelmäßig zur Reflexion über den Freiwilligendienst an. Geleistete Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Der Aufbau eines Förderkreises ist auf der einen Seite für die finanzielle Sicherung des Programms wichtig, da das BMZ das Programm anteilig finanziert. Die restlichen Ausgaben, die für die Entsendungen anfallen, werden von den entsendenden Organisation und den Freiwilligen (durch den Aufbau von Spenderkreisen) getragen. Mit Hilfe der Spenden können wir also einen Teil der anfallenden Programmkosten decken und die Gesamtfinanzierung sicherstellen.

Versicherungsschutz
Wir stellen sicher, dass für dich für die Zeit des Freiwilligendienstes folgende Versicherungen abgeschlossen werden:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Unfallversicherung inklusive Invalidität und Todesfall
  • Haftpflichtversicherung
  • Rücktransportversicherung (i.d.R. in der Auslandskrankenversicherung enthalten)

Die Kosten der Versicherungen werden von uns im Rahmen der Bezuschussung durch das BMZ übernommen. Für die Aufrechterhaltung des Kranken- und Pflegeversicherungsschutzes im Inland während des Auslandsaufenthalts sind die Freiwilligen selbst verantwortlich.

Der weltwärts-Dienst ist nicht sozialversicherungspflichtig. Während des Freiwilligendienstes werden keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Freiwillige Beitragszahlungen sind möglich. 

Kindergeld
Der Anspruch auf Kindergeld bleibt während der Zeit im Ausland bestehen. Wer für die Beantragung von Kindergeld bei der Familienkasse eine Bescheinigung über die Teilnahme am weltwärts-Programm benötigt, bekommt diese nach der Unterzeichnung der Vereinbarung.

(Halb-)Waisenrente
Seit dem 1. Juli 2015 können auch weltwärts-Freiwillige bis zur Vollendung ihres 27. Lebensjahres eine Waisenrente erhalten. Ein Nachweis über die Teilnahme am weltwärts-Programm ist einzuholen und bei der entsprechenden Stelle vorzulegen.

Der Freiwilligendienst soll jungen Menschen globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bewusst und durch die Mitarbeit in den weltwärts-Einsatzstellen als gestaltbare Prozesse begreifbar machen. Das Programm hat das Ziel, auch über die Zeit des Freiwilligendienstes hinaus zu wirken und Engagement im entwicklungspolitischen Bereich in Deutschland zu fördern.

Rolle der Freiwilligen
Wir setzen uns als Verein kritisch mit dem weltwärts-Programm und seinem entwicklungspolitischen Anspruch auseinander. Eine Kernfrage ist: Was bringen Jugendliche ohne fachliche Qualifikation einem Land des Globalen Südens? 90 Prozent der Bewerber*innen haben keine Ausbildung oder Studium abgeschlossen – können sie in einem Projekt im Globalen Süden wirklich "helfen"? (weltwärts-)Freiwillige können keine qualifizierte Unterstützung leisten oder "die Welt verändern", dies ist auch gar nicht der Anspruch des Freiwilligendienstes. Die Freiwilligen können sich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit vor Ort nützlich machen, lokal etwas im Kleinen bewirken und dabei selbst vielschichtige Lernerfahrungen machen. Die Erfahrung zeigt, dass es bei Freiwilligendiensten weniger um messbare Erfolge und messbare Leistungen geht. Vielmehr geht es darum, dass die Freiwilligen die Projekte sowohl durch Eigeninitiative als auch durch kreative Zusammenarbeit mit Inhalt füllen und den Freiwilligendienst zu einer für beide Seiten positiven Erfahrung machen.

Wir arbeiten seit vielen Jahren mit unseren Partnerorganisationen zusammen (mit einigen bereits seit 1985). Aus Sicht unserer Partnerorganisationen

  • trägt weltwärts als offizielles Regierungsprogramm zur Aufwertung von Freiwilligenarbeit weltweit bei,
  • ermöglicht weltwärts eine längerfristige und effektivere Unterstützung der Projekte (bei selbstfinanzierten Freiwilligendiensten liegt die mittlere Dauer bei drei Monaten),
  • ist das Ziel der Freiwilligendienste, "Lernen und Handeln" miteinander zu verknüpfen,
  • erlebt ein lokales Projekt durch das internationale Interesse und Engagement von jungen Freiwilligen eine Unterstützung und Aufwertung.
  • Die Einsatzstelle kann – durch die Partnerorganisation, die Freiwilligen und ihre Förderkreise, Verwandte und Freund*innen – Teil einer internationalen Gemeinschaft werden, die ihr in Zukunft ganz neue Kontakte und Möglichkeiten eröffnet.

Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass das Programm den Freiwilligen als Individuen unter Umständen langfristig mehr nutzt als den Menschen vor Ort. Es kommt darauf an, was jede*r einzelne Freiwillige daraus macht. Setzen die Freiwilligen ihre Erfahrungen in Deutschland nach ihrer Rückkehr produktiv um oder nutzten sie die Erfahrung lediglich für die persönliche Entwicklung? Rückkehrer*innen sollten "Multiplikator*innen" werden – für den interkulturellen Austausch und entwicklungspolitische Zusammenhänge. Gerade das Engagement nach der Rückkehr ist eines der Kernziele des weltwärts-Programms.

Die Teilnehmer*innen
Der Freiwilligendienst ist ein Lerndienst und die ijgd erwarten in diesem Format gleiche Bildungschancen für alle. Wir wünschen uns eine größere Vielfalt und ermutigen alle, die Interesse haben "weltwärts" zu gehen, mit uns in Kontakt zu treten! Wir fordern insbesondere Menschen mit einer Ausbildung auf, sich zu bewerben. Außerdem freuen wir uns über Bewerbungen von People of Color* bzw. von jungen Menschen, die selbst oder deren Eltern nicht in Deutschland geboren und/oder mit einer anderen Sprache als Deutsch aufgewachsen sind. Wir begrüßen außerdem Bewerbungen von Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung. Wir wollen es Euch und uns ermöglichen, möglichst verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen auf dem Vorbereitungsseminar zu treffen.

*People of Color bzw. Person of Color (PoC) ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die in der Gesellschaft unterschiedliche Formen von Rassismus erfahren. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass nicht alle Menschen, die Rassismus ausgesetzt sind, diesen Begriff nutzen und sich damit bezeichnen.

Eine Teilnahme am entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts kann in verschiedener Hinsicht anerkannt werden.

Vorpraktikum oder Praktikum
Über die Anerkennung des Freiwilligendienstes als Praktikum oder Vorpraktikum für ein Studium oder eine Ausbildung entscheidet allein die Universität oder Ausbildungsstätte. Die Entsendeorganisation kann sich bei der Planung des Freiwilligendienstes nicht nach Themen richten, die von Universitäten oder Ausbildungsstätten vorgegeben werden. Während des Freiwilligendienstes kann es außerdem zu Themenverschiebungen kommen. Du solltest beachten, dass der Freiwilligendienst zwölf Monate dauert – auch wenn die im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung vorgeschriebene Zeit für ein Praktikum kürzer ist.

Freisemester
Ob der Freiwilligendienst an der Universität als Freisemester anerkannt wird, entscheidet die Universität. Bitte informiere dich dazu in deinem Studierenden-Sekretariat. weltwärts kann keine Zusicherungen für eine Anerkennung als Freisemester geben.

Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen über hochschulstart.de
Laut der Stiftung für Hochschulzulassung läuft die Wartezeit – die Zeit zwischen Abitur und Aufnahme des Studiums – während des Freiwilligendienstes weiter. Dir entstehen also keine Nachteile bei der Vergabe der Studienplätze, wenn du dich im Ausland befindest. Informiere dich aber am besten diesbezüglich noch einmal bei deiner Uni.

Wissenschaftliche Arbeit
weltwärts ist ein Freiwilligendienst und kann daher nicht gleichzeitig für wissenschaftliche Arbeiten wie Diplom-, Magister-, Bachelor- und Masterarbeiten oder andere Forschungsvorhaben genutzt werden. Im Anschluss an den Freiwilligendienst können (in Absprache) gerne Arbeiten verfasst werden, die Bezug auf ein Thema oder eine Fragestellung der Einsatzstelle oder des Freiwilligendienstes nehmen. Das weltwärts-Sekretariat hat großes Interesse an diesen Arbeiten und begrüßt, wenn sie für interne Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Berufstätige/Auszubildende
Berufstätige Bewerber*innen können den Dienst zum Beispiel im Rahmen eines Freijahres oder unbezahlten Urlaubs leisten. Zu bedenken ist, dass es sich um einen Freiwilligendienst handelt und nicht um eine Tätigkeit, die einem deutschen Arbeitsverhältnis entspricht. weltwärts ist kein Fachdienst sondern ein Lerndienst. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Mitarbeiter*innen für weltwärts freizustellen. Rückkehrer*innen haben kein Recht auf Wiedereinstellung. Im Vergleich zum Arbeitnehmer*innenstatus bist du bei weltwärts nicht über die gesetzlichen Sozialversicherungen abgesichert.

Eine Beeinträchtigung/Behinderung ist kein Ausschlusskriterium. Bei Interesse und Eignung versuchen wir in Kooperation mit unseren Partnerorganisationen, Einsatzstellen und Unterkünfte zu finden, die den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechen. Gegebenenfalls wird Kontakt zu anderen Entsendeorganisationen mit geeigneten Einsatzstellen hergestellt. Eventuelle Mehrkosten können über eine Sonderregelung finanziert werden (laut weltwärts-Förderleitlinie des BMZ 2013).

Einsatzstellen

Anmeldung

  • Schritt 1: Du meldest dich über unser Onlineformular für einen weltwärts-Freiwilligendienst an und gibst deine Wunschländer an.
    Hinweis: Eine Anmeldung für Länder, die nicht im weltwärts-Programm, sondern in anderen Programmen angeboten werden, ist über dasselbe Formular möglich.
  • Schritt 2: Wir melden uns (meist per E-Mail) bei dir und informieren dich über das weitere Verfahren.
    Hinweis: Wenn du dich für mehrere Programme angemeldet hast, kontaktieren dich die für diese Programme zuständigen Kolleg*innen bezüglich des weiteren Verfahrens, da dieses von Programm zu Programm variiert.
  • Schritt 3: Wir schicken dir ein erweitertes Bewerbungsformular für das weltwärts-Programm zu. Dort kannst du dann mitteilen, an welcher oder welchen Einsatzstellen du besonderes Interesse hast.
  • Schritt 4: Wir laden dich zu einem persönlichen Gespräch ein.

 

Onlineanmeldung

Kontakt

Icon Kontakt

weltwärts in Asien, Afrika und Lateinamerika

ijgd-Geschäftsstelle Berlin
Glogauer Str. 21
10999 Berlin

030 612 03 13 50
aala-@~@ijgd$~$;de

Teilnahmebedingungen

Wie alle Freiwilligendienste stellt auch das weltwärts-Programm bestimmte Anforderungen an Bewerber*innen. Auf die von weltwärts geförderten Einsatzstellen der ijgd können sich Menschen bewerben, die

  • Interesse an einem Lerndienst im Globalen Süden haben, 
  • bereit sind, engagiert und tatkräftig in einer Einsatzstelle der Partnerorganisation mitzuarbeiten und am fachlich-pädagogischen Begleitprogramm teilzunehmen, 
  • zum Zeitpunkt der geplanten Ausreise mindestens 18 Jahre alt sind, bzw. bei Abschluss der Vereinbarung nach dem ersten Vorbereitungsseminar nicht älter als 28 Jahre alt sind,
  • über einen Schulabschluss oder eine anderweitige Eignung verfügen,
  • die deutsche Staatsbürgerschaft oder einen dauerhaften Aufenthaltstitel besitzen (mindestens drei Jahre Aufenthalt in Deutschland  polizeiliche Anmeldung ist bei Aufenthaltsrecht vorzulegen), 
  • zum Zeitpunkt der Bewerbung über gute Grundkenntnisse der Sprache im Gastland verfügen (bzw. Englisch, Französisch, Spanisch).

Die ijgd stellen je nach Einsatzstelle gegebenenfalls weitere Anforderungen an den*die Bewerber*in, da z.B. einige Einsatzstellen bestimmte Qualifikationen voraussetzen.

  • Die ijgd vermitteln Bewerber*innen in Einsatzstellen ihrer Partnerorganisationen in Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Teilnahme am weltwärts-Programm ist nur in anerkannten ijgd-Einsatzstellen möglich. Es ist nicht möglich, eigene Einsatzstellen vorzuschlagen und hierfür Unterstützung zu beantragen. Gefördert werden im Rahmen des weltwärts-Programms nur anerkannte Träger, die in Kooperation mit Projektpartnern einen Freiwilligendienst anbieten.
  • Die weltwärts-Einsatzdauer beträgt bei den ijgd zwölf Monate.
  • Die Teilnahme am weltwärts-Programm ist für den*die Teilnehmer*in größtenteils kostenfrei.

Folgende Leistungen werden von den ijgd im Rahmen der Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gewährleistet:

  • Vorbereitungsseminar in Deutschland inkl. Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten nach Fahrtkostenregelung des ijgd-Programmbereichs "Afrika, Asien, Lateinamerika (AALA)",
  • Versicherungsschutz während des Auslandsaufenthalts: Dieser umfasst mindestens eine Auslandskrankenversicherung, Unfallversicherung inkl. Invalidität und Todesfall (Versicherungssumme in Höhe von 200 000 Euro mit 225% Progression), eine Haftpflicht- und Rücktransportversicherung.
  • Flug ins Gastland hin und zurück,
  • Taschengeld in Höhe von 100 Euro pro Monat,
  • Orientierungsseminar sowie Zwischen- und Endseminare im Gastland, durchgeführt von den Partnerorganisationen der ijgd,
  • Unterkunft und Verpflegung nach ortsüblichen Standards im Gastland,
  • Fahrtkosten im Gastland laut ijgd-AALA-Fahrtkostenregelung,
  • Betreuung durch eine*n Mentor*in,
  • Nachbereitungsseminar nach Rückkehr in Deutschland inkl. Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten nach ijgd-AALA-Fahrtkostenregelung.

Folgende Leistungen werden von den ijgd nicht übernommen, sondern von dem*der Teilnehmer*in getragen:

  • Kosten im Zusammenhang mit der Visumsbeantragung und -erteilung ,
  • Anschaffungskosten für Dinge des persönlichen Bedarfs vor und während des Freiwilligendienstes.
  • Kosten für das Gesundheitszeugnis und Impfungen werden grundsätzlich von dem*der Teilnehmer*in bei der Krankenkasse zur Kostenübernahme eingereicht. Im Falle einer Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse übernehmen die ijgd die Kosten für das Gesundheitszeugnis und Impfungen sowie für die Malariaprophylaxe (maximal drei Monate), die von dem*der Tropenmediziner*in empfohlen wurden und wenn sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder vom Auswärtigen Amt empfohlen und nicht anderweitig übernommen werden.
  • Im Rahmen des weltwärts-Freiwilligendienstes wird laut weltwärts-Richtlinie von dem*der Teilnehmer*in eine Spendenbereitschaft zur Programmunterstützung ausdrücklich erwünscht. Der*die Teilnehmer*in ist dazu angehalten, vor Ausreise zu beginnen, einen Förderkreis aufzubauen und pro Freiwilligenmonat 240 Euro zur Programmdurchführung beizutragen (für 12 Monate insgesamt 2.880 Euro).
  • Der*die Teilnehmer*in weist nach Zusage durch die Vorlage eines Gesundheitszeugnisses nach, dass er*sie physisch und psychisch gesund und belastbar ist und den Freiwilligendienst ohne gesundheitliche Einschränkungen antreten kann. Sie*er informiert die ijgd über entsprechende Vorerkrankungen. Die entsprechende Vorlage für das Gesundheitszeugnis erhält der*die Teilnehmer*in mit der schriftlichen Zusage.
  • Der*die Teilnehmer*in ist selbst verantwortlich für die Organisation des Gesundheitszeugnisses, die Impfungen/Malariaprophylaxe und für die Visumsbeantragung. Zur Unterstützung stellen die ijgd entsprechende Informationen bzw. Dokumente bereit.
  • Der Flug wird von den ijgd für den*die Teilnehmer*in gebucht. Die endgültige Flugbuchung erfolgt frühestens nach dem Vorbereitungsseminar. 
  • Der*die Teilnehmer*in verpflichtet sich zur Teilnahme an mindestens 25 nachzuweisenden Seminartagen sowie zur fristgerechten Einsendung von zwei Zwischenberichten und einem Abschlussbericht. Erwartet wird darüber hinaus die Bereitschaft zum entwicklungspolitischen Engagement nach dem Freiwilligendienst. 
  • Die Rechte und Pflichten der Teilnehmer*innen und der ijgd werden in einer weltwärts-Vereinbarung zwischen den ijgd und dem*der Teilnehmer*in festgehalten, die von beiden Parteien unterschrieben wird. Diese Vereinbarung wird innerhalb einer vorgegebenen Frist nach dem Vorbereitungsseminar abgeschlossen. 
  • Dem*der Teilnehmer*in ist bekannt, dass er*sie sich durch die Teilnahme am weltwärts-Programm über den vereinbarten Zeitraum an die Entsendeorganisation und auch an die weltwärts-Richtlinie bindet. Grundsätzlich ist ein Abbruch des Freiwilligendienstes nicht vorgesehen.
  • Die Parteien verpflichten sich, in Konfliktfällen und bei grundlegenden Meinungsverschiedenheiten auf einvernehmliche Problem-/Konfliktlösungen hinzuwirken. Eine vorzeitige Beendigung des Freiwilligendienstes sollte daher nur als letztes Mittel und nach Ausschöpfung aller anderen geeigneten Möglichkeiten erfolgen (z.B. Änderung/Erweiterung der Arbeitsaufgaben, Wechsel der Unterkunft, Einsatzstellenwechsel, Wechsel zu einer anderen Partnerorganisation etc.).
  • Bedingungen für eine vorzeitige Beendigung werden in der Vereinbarung zwischen dem*der Teilnehmer*in und den ijgd festgelegt. 
  • Eine Veränderung der konkreten Arbeitsaufgaben innerhalb des beschriebenen Programms und ein Wechsel in eine andere – vom BMZ anerkannte – weltwärts-Einsatzstelle derselben Partnerorganisation kann aus sachlichen Gründen erforderlich sein und entbindet nicht von der Verpflichtung zur Mitarbeit, solange keine unzumutbaren Arbeitsbelastungen damit verbunden sind. Die Bedingungen in Bezug auf eine eventuelle Veränderung der Einsatzstelle während des weltwärts-Freiwilligendienstes sind in einer Vereinbarung zwischen dem_der Teilnehmer_in und den ijgd sowie im "Memorandum of Understanding" festgehalten. 
  • Planung, Vorbereitung und Durchführung der Programme vor Ort liegen in der Verantwortung der jeweiligen Partnerorganisation in Absprache mit den ijgd. 
  • Die Rechte und Pflichten der Partnerorganisation im Gastland sowie der Einsatzstelle im Gastland sind in einem Vertrag zwischen den ijgd, der Partnerorganisation und der Einsatzstelle schriftlich fixiert worden. Das „Memorandum of Understanding“ ist bei den ijgd und beim BMZ in englischer Sprache hinterlegt und wurde von den ijgd, der Partnerorganisation und der Einsatzstelle unterschrieben.
  • Sollte der Freiwilligendienst in einer bestimmten weltwärts-Einsatzstelle aus organisatorischen, inhaltlichen oder sicherheitstechnischen Gründen nicht (mehr) möglich sein, informieren die ijgd den*die betreffende*n Teilnehmer*in zum schnellstmöglichen Zeitpunkt und vereinbaren eine Alternative bzw. organisieren die Rückreise. Voraussetzung ist die Erreichbarkeit der Teilnehmer*innen.

Die ijgd behalten sich vor, in folgenden Fällen von der Teilnahmezusage bzw. der Vereinbarung zurückzutreten:

  • bei Nichterscheinen der Teilnehmer*innen beim Vorbereitungsseminar,
  • bei Verhaltensweisen oder Eigenschaften, die von dem*der Teilnehmer*in gezeigt werden, die ein wesentliches Hindernis bei der Entsendung in das Gastland bedeuten könnten,
  • wenn in der Bewerbung, dem Gesundheitszeugnis oder in der Vereinbarung zum Thema Gesundheit falsche Angaben gemacht werden oder wenn eine Erkrankung, Behandlung oder Behandlungsbedürftigkeit der Teilnehmer*innen bekannt wird und ein Risiko für die Teilnahme im Programm darstellt,
  • bei nicht vorhersehbarer höherer Gewalt, die die Teilnahme erheblich erschweren, gefährden oder beeinträchtigen würde,
  • wenn sich der*die Teilnehmer*in nicht in ihm*ihr möglicher und zumutbarer Weise um ein Jahresvisum bemüht hat,
  • wenn der*die Teilnehmer*in die für die Teilnahme am weltwärts-Programm erforderlichen Unterlagen (z.B. Abitur- oder Abschlusszeugnis) nicht spätestens vor der Ausreise bei den ijgd einreicht.

Die ijgd behalten sich die Geltendmachung der bis dahin aufgewendeten Kosten (insbesondere der Seminarkosten und Flugstornokosten) vor, sofern eine anderweitige Kostendeckung nicht möglich ist. 

  • Nach Beendigung der Vereinbarung besteht kein Anspruch mehr auf die oben beschriebenen Leistungen. Ein Anspruch auf die Rückzahlung von eingebrachten Spenden besteht nicht. 
  • Eine wiederholte Teilnahme am weltwärts-Programm ist nur in begründeten Ausnahmefällen und nach angemessener Zeit möglich. 

weltwärts zum Reinhören: Folge 1 unseres ijgd-Podcasts "Freiwilliges Yeah" mit Karim über seinen Freiwilligendienst in Indien

weltwärts zum Reinhören: Folge 6 unseres ijgd-Podcasts "Freiwilliges Yeah" mit Anne über ihren Freiwilligendienst in Vietnam.

Weitere Podcast-Folgen findest du überall wo es Podcasts gibt - alle Links gibt es hier.

Wir haben uns in der Umsetzung der Qualitätsanforderungen für die weltwärts-Freiwilligendienste erfolgreich einer externen Prüfung durch Quifd – Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten unterzogen.

Das weltwärts-Programm wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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