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Weltwärts in Afrika, Asien oder Lateinamerika

Das weltwärts-Programm ist ein Angebot für junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren.

Wenn du außerdem:

  • an dem Leben in einem Land in Afrika, Asien oder Lateinamerika interessiert bist,
  • bereit bist, für zwölf Monate engagiert und tatkräftig in einer Einsatzstelle unserer Partnerorganisationen mitzuarbeiten,
  • die Schule, eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen hast,
  • zum Zeitpunkt der Bewerbung über nachgewiesene Grundkenntnisse der Landessprache im Gastland (Englisch, Französisch oder Spanisch) verfügst,
  • Interesse daran hast, dich vor und nach dem Auslandsaufenthalt entwicklungspolitisch einzubringen,

dann geh "weltwärts"!

 

Du möchtest einen kürzeren Freiwilligendienst absolvieren, den du flexibel planen kannst, oder bist älter als 28?

Dann kannst du an unserem MTV-Programm in vielen verschiedenen Ländern teilnehmen!


ijgd hat sich in der Umsetzung der Qualitätsanforderungen für die weltwärts-Freiwilligendienste erfolgreich einer externen Prüfung durch Quifd – Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten unterzogen.


Was ist weltwärts?

weltwärts ist ein Freiwilligendienst mit Fokus auf Entwicklungspolitik. weltwärts wird initiiert und gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die ijgd wurden vom BMZ als Entsendeorganisation anerkannt.

Das weltwärts-Programm versteht sich nicht als Entwicklungshilfe, sondern als Lerndienst: „Neben dem konkreten Beitrag in einem Entwicklungsprojekt stehen das gegenseitige Lernen und der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt“.

Der Freiwilligendienst soll jungen Menschen globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bewusst und durch die Mitarbeit in den weltwärts-Einsatzstellen als gestaltbare Prozesse begreifbar machen. Das Programm hat das Ziel, auch über die Zeit des Freiwilligendienstes hinaus zu wirken und Engagement im entwicklungspolitischen Bereich in Deutschland zu fördern. 

Seit 2014 gibt es den weltwärts-Dienst auch in die "andere Richtung": Junge Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika haben ebenfalls die Chance, einen zwölfmonatigen weltwärts-Freiwilligendienst über die ijgd in Berlin zu machen. Dafür suchen wir jedes Jahr auch Gastfamilien und WG-Zimmer in Berlin (Kontakt)!


Kritik an weltwärts und Rolle der Freiwilligen

Seit Beginn von weltwärts gibt es kritische Diskussionen in der Öffentlichkeit und bei den ijgd über den entwicklungspolitischen Anspruch des Programms.

Eine Kernfrage ist:
90% der Bewerber_innen im letzten Jahr hatten weder Ausbildung oder Studium abgeschlossen. Was bringen Jugendliche ohne fachliche Qualifikation einem sogenannten „Entwicklungsland“ und können sie wirklich „helfen“?

Unsere Antwort darauf:
Freiwillige können keine qualifizierte Entwicklungshilfe leisten oder "die Welt verändern". Dies ist auch nicht der Anspruch des Freiwilligendienstes. Die Erfahrung zeigt, dass es bei Freiwilligendiensten weniger um messbare Erfolge und messbare Leistungen geht. Die Freiwilligen können jedoch andere Lebensweisen kennenlernen, in den Austausch gehen und sich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit vor Ort auch einbringen, lokal bzw. im Kleinen etwas bewirken und dabei selbst vielschichtige Lernerfahrungen machen. Diese Erfahrungen prägen Freiwillige und ihren Blick auf die Welt nachhaltig für ihr weiteres Leben.

Die ijgd arbeiten bereits seit vielen Jahren mit unseren Partnerorganisationen auf dieser Grundlage zusammen. Unsere längsten Kooperationen dauern schon seit über 30 Jahren an.

Aus Sicht unserer Partnerorganisationen:

  • trägt weltwärts als offizielles Regierungsprogramm zur Aufwertung von Freiwilligenarbeit weltweit bei,
  • ermöglicht weltwärts eine längerfristige und effektivere Unterstützung der Einsatzstellen (bei selbstfinanzierten Freiwilligendiensten liegt die mittlere Dauer bei 3 Monaten),
  • ist es das Ziel der Freiwilligendienste "Lernen und Handeln" miteinander zu verknüpfen,
  • erlebt eine lokale Einsatzstelle/ ein lokales Projekt durch das internationale Interesse und Engagement von jungen Freiwilligen Unterstützung und Aufwertung.

Die Einsatzstelle kann durch die Partnerorganisation, die Freiwilligen und ihre Förderkreise, Verwandte und Freund_innen Teil einer internationalen Gemeinschaft werden, die ihr in Zukunft ganz neue Kontakte und Möglichkeiten eröffnet.

Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass das Programm den Freiwilligen als Individuen unter Umständen langfristig mehr nutzt als den Menschen vor Ort. Viele Rückkehrer_innen prägen als Multiplikator_innen die deutsche Gesellschaft – für den interkulturellen Austausch, Toleranz und entwicklungspolitische Zusammenhänge. Gerade das Engagement nach der Rückkehr ist eines der Kernziele des weltwärts-Programms.